Frage:  Ist es erlaubt, in den Moscheen und den Zentren die koranischen Verse vor dem Morgengebetsruf auszustrahlen und danach mit sehr lauter Stimme Bittgebete durchzuführen, so dass ihr Schall eine Entfernung von mehreren Kilometern erreicht, unter der Berücksichtigung, dass dies manchmal mehr als eine halbe Stunde andauert?

Antwort:  Es ist zulässig, den Gebetsruf (aḏān) in der bekannten Weise mittels Lautsprecher auszustrahlen, um das Eintreten der Zeit des Morgengebets zu verkünden. Die koranischen Verse, das Bittgebet (ad-duʿāʾ) und anderes mittels Lautsprecher der Moschee zu einer beliebigen Zeit auszustrahlen haben keine religionsrechtliche Rechtfertigung, sofern es die Belästigung der Nachbarn verursacht. Es ist sogar bedenklich. Grundsätzlich ist es nicht gültig, durch die Ausstrahlung der Rezitation von koranischen Versen und Bittgebeten andere zu belästigen.

Frage:  Was ist das Urteil bezüglich des Gebetsrufes für das Nachmittagsgebet, wenn nach dem Mittagsgebet eine kurze Ansprache (ca. zehn Minuten) gehalten wird? Und genauso auch bezüglich des Spätabendgebetes (al-ʿišāʾ).

Antwort:  Wenn die Trennung (Aufteilung) kurz war, dann entfällt dieser.

Frage:  Was ist das Urteil bezüglich des Gebetsrufes (aḏān) eines Kindes für das Gemeinschaftsgebet in der Moschee?

Antwort:  Darin gibt es kein Problem und dieser (Gebetsruf) ist ausreichend, wenn das Kind unterscheidungsfähig (mumayiz) ist.

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