Frage:  Was muss ich tun, wenn ich das Rechtsurteil des Meistwissenden (Rechtsfinders) zu einer bestimmten Angelegenheit nicht kenne? Darf ich dann jmd. anderes unter den Vorbildern der Nachahmung darin befolgen?

Antwort:  Man ist zum Erlernen des Rechtsurteils des Meistwissenden verpflichtet. Wenn man dazu nicht in der Lage ist, so ist die Rückkehr zu einem anderen Rechtsfinder erlaubt, jedoch mit der Bedingung, dass dieser der nächst-Meistwissende (usw) ist.

Frage:  Was ist die Definition von "Rechtsfindung" (iǧtihād/ijtihad)?

Antwort:  Es ist die Anstrengung auf dem Wege der Herleitung der religionsrechtlichen Urteile aus den dafür vorgesehenen Quellen und die wichtigsten sind: der Heilige Quran und die ehrenwerte Lebensweise (as-sunnah) - sie ist die Rede (al-qawl), die Handlung (al-feʿl) und die Bestimmung (at-taqrīr) des Unfehlbaren (a) -, nachdem man die Wissenschaften erlernt hat, die dabei helfen. Man bezeichnet den Fähigen der Herleitung der Urteile "Rechtsfinder" (muǧtahid).

Frage:  Was ist der Unterschied zwischen „nicht erlaubt“ (ʿadam al-ǧawāz/ġayr ǧāʾiz) und „verboten“ (ḥarām)?

Antwort:  Es gibt keinen Unterschied zwischen ihnen bezüglich der Handlung.

Frage:  Weist der in Rechtsurteilen vorkommende Begriff „bedenklich/problematisch“ (fīhi iškāl) darauf hin, dass etwas verboten (ḥarām) ist?

Antwort:  Dies ist je nach Fall unterschiedlich. Wenn das Bedenken bzw. das Problem (al-ʾiškāl) auf die Erlaubnis (al-ǧawāz) bezogen ist, dann führt das zum Verbot (al-ḥormah) bezüglich der Handlung.

Frage:  Was bedeutet "die verpflichtende Vorsichtsmaßnahme" (al-ʾiḥtiyāṭ al-wāǧib)?

Antwort:  Es bedeutet, dass man zur Verpflichtung oder zur Unterlassung einer Tat aus Vorsicht verpflichtet ist.

Frage:  Ist die Einsicht über die Lage der Zeit und des Ortes eine Bedingung der Bedingungen in der Rechtsfindung (al-iǧtihād)?

Antwort:  Es ist möglich, dass diese Bezug findet in einigen Angelegenheiten.

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