Frage:  Wenn der Mensch das Gelübde wiederholt, wiederholt sich dann auch das Handeln?

Antwort:  Nein, solange die Absicht ein und dieselbe ist.

Frage:  Ich habe ein Gelübde (naḏr) abgelegt, dass ich zehn Tage hintereinander fasten werde, wenn ich eine bestimmte Sünde begehe, jedoch habe ich dann nicht gefastet, was ist das Urteil?

Antwort:  Wenn das Gelübde war, an festgelegten Tagen zu fasten und man dies nicht gemacht hat, so ist es die pflichtverbundene Vorsichtsmaßnahme dieses Fasten nachzuholen und die Sühne zu verrichten. Die Sühne beträgt: Ernährung von zehn Bedürftigen (masākīn).

Frage:  Darf man das Gelübde (an-naḏr) vor dessen Erreichen nichtig machen?

Antwort:  Nein, es ist nicht erlaubt.

Frage:  Was ist die Sühne (kaffārah), wenn man den Schwur (al-qasam) bricht?

Antwort:  Zehn Bedürftige (masākīn) mit je 750 Gramm Nahrung, wie z.B. Brot, ernähren.

Frage:  Was ist die Sühne (kaffārah), wenn man das Gelübde (al-ʿahd) nicht einhält?

Antwort:  Man ist dazu verpflichtet zwei aufeinanderfolgende Monate zu fasten oder sechzig Bedürftige (masākīn) zu ernähren.

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